Thor: Love and Thunder

Am heutigen Tag habe ich mir den vierten Thor- und insgesamt 29. MCU-Film im Kino angesehen. Mit großen Erwartungen und viel Hoffnung auf eine aussichtsreiche Zukunft des Superhelden-Universums bin ich an den Film herangegangen, zumal dieser nach „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ (2022) liefern musste. Ob der Film mich tatsächlich überzeugen konnte, erfährst du in der folgenden Kritik.

„Diese Hände wurden einst im Kampf eingesetzt. Jetzt sind sie nur noch bescheidene Werkzeuge im Frieden. Ich muss rausfinden, wer ich wirklich bin.“

Thor 4: Love and Thunder Trailer German Deutsch (2022) (USA 2022, R.: Taika Waititi). Online unter: https://www.youtube.com/watch?v=t4Ri4InhTpU, 0:08-0:21.
  • Titel: Thor: Love and Thunder
  • Lauflänge: 119 Minuten
  • Regie: Taika Waititi
  • Drehbuch: Taika Waititi, Jennifer Kaytin Robinson
  • Musik: Michael Giacchino, Nami Melumad
  • Kamera: Barry Baz Idoine

Nachdem Thor viele spannende Abenteuer mit den Guardians of the Galaxy erlebt und so einige Kilos verloren hat, kehrt er aufgrund einer drohenden Gefahr für New Asgard in den von ihm gegründeten Ort zurück, um dort das Böse, verkörpert von Gorr, einem göttermordenden Schurken, zu bekämpfen. Dabei stößt er auf bekannte Figuren, die nicht nur die Kräfte des heldenhaften Gottes des Donners benötigen, sondern auch alte Narben aufreißen. Thor muss sich seiner Vergangenheit stellen und für seine Zukunft bestimmen, was er vom Leben erwartet und welche Rolle er dabei einnehmen möchte.

Unverkennbare Handschrift des Regisseurs

Nach „Thor: Ragnarok“ (2017) durfte Taika Waititi erneut einen Thor-Film inszenieren, was auch sein ausdrücklicher Wunsch war. Nicht nur das: Sogar das Drehbuch stammt von ihm. Und genau dies ist unverkennbar. Die Dialoge haben viel Witz, eigenartige sowie sonderbare Wesen erhalten ihre Auftritte und der von den Guns n‘ Roses geprägte Soundtrack des Films ist einfach nur grandios. Der Film ist eine Ansammlung eigenartiger Skurrilitäten, sowohl im handlungsspezifischen als auch filmstilistischen Bereich. Ich persönlich stehe auf solche Inszenierungen, da sie sich von anderen Werken abheben und somit Unikate in der Filmwelt darstellen – und diese Unikate benötigt das Genre des Superheldenfilms. Ich habe mich beinahe ununterbrochen unterhalten gefühlt und empfinde während des Nachdenkens über das Gesehene rückwirkend positive Gefühle. Beim genaueren Reflektieren fallen aber dennoch einige Aspekte ins Gegengewicht.

Comedy und Action gelingen, aber…

Auch wenn ich den Witz Waititis sehr schätze, so muss ich gestehen, dass an einigen Stellen die Comedy zu überspitzt dargestellt ist und dadurch nicht den gewünschten Effekt erzielt. Auch tiefgründige Szenen können ihre Wirkung nicht komplett entfalten, weil man das Gefühl hat, sie passen nicht wirklich in das Gesamtkonzept des Films. Ich mag den Humor Waititis, aber in Thor 4 ist dieser leider etwas zu aufdringlich. Auch von den zahlreich vorkommenden Action-Sequenzen habe ich mir mehr erhofft, zumal Thor in den letzten beiden Avengers-Filmen grandiose Kampf-Szenen erhielt. „Thor: Love and Thunder“ ist unheimlich CGI-lastig und wirkt an vielen Stellen überladen. Besonders auf der großen Leinwand gibt es viel zu sehen, wobei vor allem das Farbenreichtum und die dynamische Kamera meine Augen zeitweise überforderten. Wirklich gut inszenierte Kampfchoreografien sind leider Mangelware.

Worauf will die Handlung hinaus?

Ich finde es gut, Thor als Charakter aus einer neuen Perspektive heraus zu beleuchten. Ich liebe die Interpretation eines nordischen Gottes kombiniert mit absurdem Humor. Dieser Gegensatz erzeugt Komik und Interesse und sorgt dafür, dass der Gott des Donners eine vielschichtige und enorm humorvolle Figur ist. Leider kommt meines Erachtens nach Thor in diesem Film schlechter weg, als je zuvor. In einigen Szenen ist er mir doch zu trottelig und dümmlich dargestellt, weshalb der Charakter seine Ernsthaftigkeit verliert, wodurch Sequenzen, die mehr Tiefe abverlangen, an Wirkungskraft einbüßen. Jene erlebt er, was man auch schon den Trailern entnehmen kann, mit Jane Foster, welche ihre eigene Geschichte erhält. Ihre Einführung ist meiner Ansicht nach gelungen, ebenso wie ihre Figurenentwicklung im Laufe des Films.

Doch leider springt die Handlung nahezu von Ereignis zu Ereignis, was an vielen Stellen zu beabsichtigt und weniger flüssig wirkt. Dies hat mich aber nicht so sehr gestört wie die Tatsache, dass mal wieder das Potential eines interessanten Antagonisten nicht vollkommen ausgeschöpft wurde. Christian Bale ist unfassbar gut in seiner Rolle als Gorr. Jener ist mächtig, innerlich gebrochen, düster, wahnsinnig und teilweise auch gruselig. Doch mal wieder schafft es ein Marvel-Film nicht, eine böse Figur auszubauen. Zu viele seiner Entscheidungen wirken willkürlich und das Potential, einen vollständigen Zugang zu einem Antagonisten zu schaffen, wurde nicht genutzt.

Alles in allem stelle ich mir unglücklicherweise auch nach diesem MCU-Film die Frage, worauf genau die 4. Phase hinaus möchte. Gefühlt möchte der Film zu viele Handlungsstränge und Figurenentwicklungen bearbeiten und wirkt daher überladen sowie unvollständig, da er nicht über die notwendige Zeit verfügt, alle Geschichten zu Ende zu erzählen. Die Handlung ist leider klischeebehaftet und folgt erneut dem klassischen Superheldenfilm-Schema. Letztendlich fühle ich mich im Nachhinein zwar unterhalten, aber leider bleibt der Film hinter meinen Erwartungen zurück.

6.5/10 Punkte

„Inglourious Basterds“ (2009)

„Inglourious Basterds“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und ein aufregender Mix aus Kriegsfilm, Rachefilm, Western und Komödie. Einfach ein typischer Tarantino. Im von Nazis besetzten Frankreich schmiedet eine Gruppe von jüdischen Kämpfern den Plan, Nazis umzubringen. Verschiedene Zufälle führen aber dazu, dass ihre Mission von weitaus größerer Bedeutung wird, als sie es sich zuvor vorgestellt haben. Wieso und weshalb sich jeder diesen Film mindestens einmal ansehen sollte, erfährt man in der folgenden Kritik.

„Wir wollten nur mal sagen, dass wir deine Arbeit toll finden. Wenn’s um’s Nazis töten geht, finde ich, zeigst du großes Talent. Und ich darf mich rühmen für diese Art von Talent ein gutes Auge zu haben. Aber dein Status als Nazi-Killer ist noch der eines Amateurs. Und wir wollten dich fragen, ob du Profi werden willst.“

Inglourious Basterds (USA, DEU 2009, R.: Quentin Tarantino). Online unter: https://www.netflix.com/watch/70108777?trackId=255824129&tctx=0%2C0%2CNAPA%40%40%7C65be883f-950d-4399-8d1e-d603e026fef3-482148946_titles%2F1%2F%2Finglo%2F0%2F0%2CNAPA%40%40%7C65be883f-950d-4399-8d1e-d603e026fef3-482148946_titles%2F1%2F%2Finglo%2F0%2F0%2Cunknown%2C%2C65be883f-950d-4399-8d1e-d603e026fef3-482148946%7C1%2CtitlesResults%2C, 0:29:50-0:30:13.
  • Titel: Inglourious Basterds
  • Lauflänge: 154 Minuten
  • Regie: Quentin Tarantino
  • Drehbuch: Quentin Tarantino
  • Kamera: Robert Richardson

Buntes sowie geniales Figurenarsenal

Tarantinos Figuren sind einzigartig und unheimlich vielschichtig. „Inglousrious Basterds“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie man Charaktere in einem Film schreibt, der hauptsächlich das Ziel der Unterhaltung des Publikums fokussiert. Zunächst erwähne ich einen der besten Antagonisten der Filmgeschichte. Der SS-Offizier Hans Landa, überragend gespielt von Christoph Waltz, welcher für diese Rolle auch seinen ersten Oscar erhielt, ist ein bösartiger, selbstsüchtiger NS-Schurke, welcher sich von allen anderen Figuren aber durch seine äußerst hohe Intelligenz abhebt. Er ist multilingual und spricht vier Sprachen fließend, weiß, wie man sich in welchen Situationen angemessen zu verhalten hat, um seine Ziele zu erreichen und hat ein detektivisches Talent. In beinahe jeder Situation wirkt es so, als würde er die Kontrolle wahren. Zudem strahlt seine Figur eine ungeheure Bedrohlichkeit aus. Zu fast keinem Zeitpunkt können sowohl Zuschauer als auch die betroffenen Rollen innerhalb des Films einschätzen, ob nun Gefahr droht oder nicht. Hans Landa, wie ich finde, die spektakulärste Figur im Film. Tarantino schafft es, dass die wirklich gefährlichen Antagonisten den Protagonisten überlegen scheinen. In „Inglourious Basterds“ gibt es neben Christoph Waltz noch einen weiteren Deutschen, welcher über ähnliche Eigenschaften verfügt. Es ist SS-Sturmbannführer Dieter Hellstrom, toll verkörpert von August Diehl. Auch dieser ist unheimlich gebildet und strahlt zu jedem Zeitpunkt eine gewisse Gefahr sowie Bedrohlichkeit aus, sodass man sich auch in seiner Gegenwart nicht wohlfühlt. Eine tolle Antagonisten-Konstellation, die in mehreren Kapiteln eine bedrückende Atmosphäre schaffen, vor allem auch durch ihre gespielte Freundlichkeit in mehreren Situationen, denn bei Tarantino nehmen die Figuren innerhalb des Films auch andere Rollen ein. Die Darsteller selbst werden zu Schauspielern innerhalb ihrer Filmwelt.

Brad Pitt verkörpert Lieutenant Aldo Raine, Anführer der US-amerikanischen, jüdischen Kampftruppe „Basterds“. Raine strahlt in allen Szenen eine enorme Präsenz, sogar Dominanz aus. Niemals lässt er sich aus der Ruhe bringen und immer hat er ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen, was für witzige Momente sorgt. Auch die Männer seines Kampftrupps erhalten die notwendige Screentime, um sie positiv im Gedächtnis zu behalten. Sogar ein Til Schweiger verkörpert seine Rolle als abgefuckten Nazi-Killer grandios und Eli Roth als der „Bärenjude“ stellt eine wahnsinnige, verrückte Figur dar, welche die eigentlich dagewesene Situation am meisten auf den Kopf stellt: Nationalsozialisten werden auf brutale Weise von einem Juden umgebracht. Melanie Laurent spielt Shoshanna, eine Jüdin, die aufgrund eines grauenhaften Schicksals auf Rache aus ist und deshalb parallel zu den „Basterds“ eigene Pläne verfolgt, jene auch zu realisieren.

Der Cast beinhaltet weitere bekannte Namen wie Michael Fassbender, Diane Kruger oder Daniel Brühl, doch es könnte zu viel der Handlung verraten, ihre Figuren zu analysieren. Sie fügen sich dennoch hervorragend in die Handlung ein und können ebenfalls ihr multilinguales Talent zeigen. Die Tatsache, dass die Muttersprachen der Charaktere nicht ins Englische übersetzt werden, gefällt mir ebenfalls sehr gut. Neben dem Faktor, dass dies die Handlung deutlich realistischer gestalte, ist die Sprache auch als tolles Handlungselement integriert.

Abgedrehte Handlung mit viel Witz, Irrsinn und Spannung

Wie man es von Tarantino kennt, ist auch „Inglourious Basterds“ in fünf Kapitel unterteilt, die in sich eine eigene Geschichte erzählen und trotzdem einen Beitrag zum Gesamtwerk leisten. Dabei erlebt der Zuschauer witzige, realistische und toll geschriebene Dialoge, spannende Situationen, deren Ausgang man kaum erwarten kann, in manchen Fällen auch nicht erwarten möchte, und eine gelungene Zusammenführung verschiedener Handlungsstränge zu einem Großen und Ganzen, das schlussendlich in sich stimmig ist und ein bombastisches Finale liefert. In jeder Szene steckt viel Liebe zum Detail, jedes Wort der Textpassagen ist mit Bedacht gewählt, auch wenn jene banal oder absurd wirken mögen. Tarantino hat das große Talent, Dialogszenen ellenlang zu schreiben und zeitgleich interessant zu gestalten, sodass man zum einen unterhalten, zum anderen schockiert wird und ganz nebenbei noch relevante Handlungszüge wahrnimmt.

Neue Dimension der Brutalität, feine filmische Stilmittel

Es ist kein Spoiler, wenn man sagt, in Tarantinos Filmen wird es häufig gewalttätig und blutig. So natürlich auch „Inglourious Basterds“. Auch hier unterscheidet Tarantino zwischen realistischer Gewalt, welcher man sensibel und auch mit gewissem Respekt begegnen sollte, und absurder Gewalt, welche in der Regel den Antagonisten widerfährt. Dieser Film spielt in vielen Szenen mit den Erwartungen des Zuschauers und an so mancher Stelle kommt es hier und da zu Ausschreitungen, womit man wirklich nicht gerechnet hat, sodass man am Ende erst einmal Luft holen muss, um zu realisieren, was gerade passiert ist. „Shock transitions“ sind ein beliebtes Stilmittel Tarantinos, um den Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes zu schockieren und mit offenem Mund dastehen zu lassen. Einsatz von Schrift, Aufnahmen in Zeitlupe, kreative Kameraperspektiven, verschiedene Erzählinstanzen und gut aussehende visuelle Effekte gestalten den Film unglaublich interessant, sodass man in jeder Sequenz mindestens ein filmisches Stilmittel einen großen Interpretationsspielraum lässt, über welchen man ausgiebig diskutieren könnte. Ebenso ist die musikalische Interpretation vieler bekannter Lieder grandios und stellt einen verrückten Mix aus Klängen dar, die uns aus verschiedenen Genres bekannt vorkommen. Tarantino erlangt durch seinen kreativen Wahnsinn vor allem eins: die ununterbrochene Aufmerksamkeit des Zuschauers. Dadurch, dass der Film die Ketten sämtlicher Genrekonventionen sprengt, erlebt der Zuschauer etwas, was er noch nie zuvor gesehen hat. Und genau das sorgt dafür, dass man unterhalten wird, beziehungsweise dass das Interesse von Anfang an präsent ist. Natürlich entspricht diese Art und Weise, Filme zu drehen, nicht jedem Geschmack und auch die Darstellung von Gewalt könnte überfordernd wirken. Hierbei sei ganz klar gesagt, dass man wissen muss, worauf man sich einlässt und ob man sich auch darauf einlassen möchte. Ich persönlich finde es genial.

Rache am Nationalsozialismus

„Inglourious Basterds“ ist in erster Linie ein Rachefilm. Nicht nur einzelne Figuren erzählen Rachegeschichten, sondern jenes Motiv ist auch Kernaussage des Films. Juden töten Nazis. Das, was ihnen in der Realität angetan wurde, dreht Tarantino in diesem Film um. Er soll natürlich keine Genugtuung schaffen; dies ist nicht möglich. „Inglousious Basterds“ erzählt ein Märchen, eventuell eine Art „Wunschvorstellung“, die viel Leid hätte vermeiden können. Nicht umsonst beginnt das erste Kapitel mit „Once upon a time…“, der typischen Märchenfloskel. Tarantino produziert keinen Kriegsfilm, dafür wäre „Inglourious Basterds“ bei weitem zu unsensibel. Er schafft aber etwas ganz anderes: Witz. Die Nationalsozialisten sind dümmlich, verhalten sich lächerlich und ihre Charaktere sind überspitzt dargestellt. Sei es der machtbesessene, sich selbst heroisierende Hitler, der seinen Führer anhimmelnde Goebbels oder die vaterlandsliebenden deutschen Soldaten mit ausgeprägtem Überlegenheitsgefühl. Tarantino lässt uns über diese „Witzfiguren“, die es leider in der Realität gegeben hat, lächeln, zumindest schmunzeln. Wie Betroffene auf den Film reagieren, würde mich sehr interessieren. Dies ist eine Schwelle, die man als Person, die vom Zweiten Weltkrieg unberührt ist, schlecht einschätzen kann. Ist Tarantinos innovativer Zugang moralisch angemessen? Ich wäre gespannt, was andere darüber denken.

10/10 Punkte

Spoilertalk #6: „The Boys“ Staffel 3, Folge 8

Nun habe ich es auch endlich geschafft, das Staffelfinale der insgesamt tollen Superheldenserie „The Boys“ zu schauen. Alles in allem hat mich auch die dritte Season sehr überzeugt und ich bin gespannt auf mehr! Die Folgen 6 und 7 haben mich von ihrer abgefuckten Perversität hinsichtlich sexueller Vorlieben und Gewalt enorm unterhalten, zugegebenermaßen aber auch etwas verstört. Doch genau sowas Originelles erwarte ich vom allgemein klischeebehaftetem Genre der Superheldenserie. Im Folgenden ist meine Meinung zum Ende von Staffel 3 zu lesen.

Ein ernüchterndes Staffelfinale

Nachdem Homelander von Starlight bloßgestellt wurde und die Öffentlichkeit zum ersten Mal das wahre Gesicht ihres angeblichen Superhelden erleben konnte, macht der Tyrann sich auf dem Weg zu seinem Sohn Ryan, den er komischerweise wieder schnell ausfindig machen konnte. Er entschuldigt sich bei ihm, die beiden versöhnen sich und Ryan scheint Homelander direkt als neuen Daddy zu akzeptieren. Dieser Handlungsaspekt missfällt mir, vor allem wegen der Geschwindigkeit, mit der Ryan sich verändert. Sein Leben ist zwar alles andere als stabil und auch Butcher enttäuschte ihn. Aber nach dem, was Homelander seiner Familie alles angetan hatte, kann ich seinen Entschluss, dem psychopathischen Anführer der Seven zu vertrauen, nicht nachvollziehen.

Die Handlung geht rasant weiter: Mave befreit sich, Noir und Homelander beschließen Soldier Boy gemeinsam zu bekämpfen (by the way: wie cool sind bitte die Tierchen, die Noir sieht, zumal der Kontrast zu seiner Person an sich einfach wahnsinnig witzig ist) und Butcher haut Huwie um, damit er sich kein V mehr spritzt, da dieses nach mehrfacher Einnahme zum Tod führen kann, ein klassischer Butcher-Move. Insgesamt finde ich ihn als Charakter sehr spannend, da er die typische harte-Schale-weicher-Kern-Figur darstellt und innerhalb der drei Staffeln eine tolle Entwicklung hingelegt hat, vor allem in Bezug auf Ryan und Huwie. Doch er würde alles dafür geben, Homelander zu töten, um seine Liebsten zu schützen, auch wenn er diese Eigenschaft nach außen nur selten zeigen kann.

Innerhalb der Serie lässt sich immer wieder das Motiv des Vaterkomplexes erkennen, vor allem an der Konstellation Ryan-Butcher-Homelander. Nun kommt noch Soldier Boy hinzu, der Homelanders Vater zu sein scheint und offensichtliche Zweifel hegt, seinen Sohn umzubringen. Es ist Butcher, der ihm immer wieder die Notwendigkeit des Todes des Superhelden nahelegt. Wie sehr Homelander darunter leidet, keinen Vater gehabt zu haben, stach immer wieder an die Oberfläche. Doch als er erfährt, dass Noir ihm die Information verschwiegen hat, er würde tatsächlich einen Vater haben, bringt dieser den stillen Schwarzkostümierten um. Eine interessante, aber auch ein wenig vorhersehbare Wendung. Allgemein muss man es der Serie hoch anrechnen, dass man handlungsperspektivisch immer wieder überrascht wird. Aber das Ende der Episode und somit das Staffelfinale enttäuschte mich leider auf voller Linie. Soldier Boy entscheidet sich dazu, Homelander zu töten. Jedoch stellt sich ihm Ryan in den Weg, der Amerikas Superhelden Nummer 1 auf einmal abgrundtief zu lieben scheint, was wiederum dazu führt, dass auch Butcher sich gegen Soldier Boy wendet und mit Homelander zusammenkämpfen will. Es ist realistisch, dass er Ryan beschützen möchte. Es ist aber unwahrscheinlich, dass er gegen die einzige Waffe vorgeht, die den als bisher unbesiegbar geltenden Superhelden töten könnte. Außerordentlich enttäuscht bin ich aber von den visuellen Effekten und Kampfsequenzen. Bislang gab es nur wenige Szenen, in denen tatsächlich eine Kampfchoreografie gezeigt wurde. Eindruck hat bei mir aber die Kampfszene in Episode 6 gefallen, da man zum ersten Mal erleben konnte, dass Homelander nicht unbesiegbar ist. Nun steht uns aber der alles entscheidende Kampf bevor und dieser ist lahm. Klischeehaft wird Soldier Boy immer nur von einem seiner Gegner, bestehend aus Super-Butcher, Starlight, M.M und Kimiko, attackiert und kann jeden von ihnen problemlos in irgendwelche Richtungen schleudern. Ich finde es äußerst schade, dass gerade diese Serie sich diesem typischen Kampfablauf bedient, zumal jener in Folge 6 super inszeniert ist. Weiterhin hat mich der Kampf zwischen Mave und Homelander enttäuscht. Für diese Konfrontation ist die Zeit noch nicht reif gewesen. Homelander enttäuscht außerdem bezüglich seiner Fähigkeiten, da man bisher von ihm erwartet hat, er sei der Stärkste von allen, was man zwei Episoden zuvor auch sehen konnte, als er gegen drei Männer mit Superkräften kämpfte. Scheinbar habe ich zu viele Erwartungen in die Action-Szenen und die visuellen Effekte gesetzt, weil mir diese Aspekte bislang in der Serie nur positiv aufgefallen sind. Am Ende hält Mave Soldier Boy auf, alle in die Luft zu jagen und wirft sich mit diesem gemeinsam vom Vought-Tower. Ich finde es gut, dass sie nicht gestorben ist, da, wie bereits erwähnt, ihre Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Letztendlich wird am Ende der Folge deutlich, gegen wen die Boys in der vierten Staffel agieren werden. Es ist Viktoria Neuman, welche auf gutem Wege ist, Vizepräsidentin zu werden. Außerdem darf Homelander nun unzufriedene Fans in der Öffentlichkeit mit seinen Laserstrahlen zerteilen, ohne Hate abzubekommen, und auch Ryan scheint Gefallen an dieser Macht zu finden. Eine interessante Entwicklung, die mir aber auch zu schnell erzählt ist, da der Junge sich bislang eher vor seinen Kräften und denen seines Vaters gefürchtet hat.

Trotz des meines Erachtens nach schwachen Finales, liebe ich „The Boys“ und freue mich schon auf die nächste Staffel, die uns vielleicht sogar schon Ende des nächsten Jahres erwarten wird.

„My Son“ (2021)

Der erste Thriller, der in meinem Blog Erwähnung findet! „My Son“ erzählt die Geschichte von Edmond Murray, verkörpert von James McAvoy, der eines Tages von der Entführung seines Sohnes erfährt und nun alles daran setzt, ihn wiederzufinden. Dabei erzählt der Thriller, bei dem James McAvoy scheinbar kein Drehbuch vorliegen hatte und somit viel improvisierte, nicht nur eine Geschichte der Aufklärung des Falles, sondern thematisiert auch eine zerbrochene Familienkonstellation, in der Schwerpunkte wie Verlust, Reue und Hoffnung auf Neuanfänge aufgegriffen werden.

„I know, I’m a bad dad. I know, I’m never here. I know, he can’t rely on me. But it’s not my fault, he’s gonna missing, darling.“

My Son (USA 2021, R.: Christian Carion). Online unter: https://www.amazon.de/My-Son-dt-James-McAvoy/dp/B09R4BS28F/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=my+son&qid=1657469897&s=instant-video&sr=1-1, 0:37:23-0:37:32.
  • Titel: My Son
  • Lauflänge: 95 Minuten
  • Regie: Christian Carion
  • Drehbuch: Christian Carion, Laure Irrmann
  • Musik: Laurent Perez del Mar
  • Kamera: Eric Dumont

Sehr langatmig, trotz starker Protagonisten

„My Son“ kann mich leider nicht überzeugen. Diesem Thriller fehlt für mich ein absolut entscheidender Aspekt: Spannung. Nur in seltenen Momenten, in denen die Handlung voranschreitet und nicht wie in großen Teilen des Filmes stagniert, wurde mein Interesse für den Ausgang des Thrillers geweckt. Dieser Aspekt macht den Film äußerst langweilig, sodass es schwierig wird, seine komplette Aufmerksamkeit dem Bildschirm widmen zu wollen. Lediglich die Protagonisten James McAvoy und Claire Foy spielen ihre Rollen mit Leidenschaft und verkörpern grandios die Figurenkonstellation eines geschiedenen Elternduos, was durch den temporären Verlust ihres gemeinsamen Sohnes gezwungen ist, zusammenzuhalten und sich auch mit ihrer Vergangenheit zu konfrontieren. Neben schön eingefangenen Aufnahmen der schottischen Landschaft und ein, zwei guten Szenen des verzweifelten Vaters ist dies meines Erachtens nach der einzige positive Faktor des Films. Die Langatmigkeit ist zudem durch ein sehr begrenztes Figurenarsenal gekennzeichnet, sodass der Zuschauer lediglich den Protagonisten begleitet. Außerdem sind viele Dialoge zu wenig ausgebaut und teilweise auch kaum existent, was die Spannung wiederum vermindert und dafür sorgt, dass man die Figuren zu wenig kennenlernt sowie eindimensional erlebt.

5/10 Punkte

„Druck“ (2018)

Ich habe es in einem Beitrag bereits erwähnt, dass mich diese Jugendserie brutal abgeholt hat. Besonders fasziniert war ich davon, dass es eine deutsche Produktion ist, die eine Adaption zum norwegischen Original „Skam“ darstellt. Chapeau an die Darsteller, die in ihren jungen Jahren so viel Gas gaben und immer noch geben, um Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen Mut zu machen, ihr Leben zu genießen. Um ein möglichst breites, vor allem junges Publikum zu erreichen, kann man die Serie kostenlos auf YouTube streamen. Diese Kritik bezieht sich nur auf die Staffeln 1-4! Leider muss ich gestehen, dass die neue Generation ab Staffel 5 mich nicht ansatzweise mehr so abholen kann, wie es die erste geschafft hat, was aber vor allem daran liegt, dass die Stoffe sich von ihrer Erzählstruktur immer mehr gleichen und sehr vorhersehbar werden. Außerdem finde ich, dass die Darsteller der ersten Generation die der nachfolgenden eindeutig in den Schatten stellen. Warum ich aber viele der ersten 40 Episoden als gelungen erachte, erfährst du in dieser ausführlichen Kritik.

„Du bist, wie du bist und das ist genau richtig so. […] Ich glaube, wir sind stärker und das Leben ist bunter geworden. […] Wenn ihr was machen wollt, wenn ihr einen Traum habt, egal, wie viele Leute euch Steine in den Weg schmeißen, macht es einfach. Such dir Freunde, die dich dabei unterstützen. […] Wir alle sind die Jugend, die entscheiden kann, wer wir selber sind, und seid, wie ihr seid.“

Druck (DEU 2018, R.: Pola Beck; u. a.). Online unter: https://www.youtube.com/watch?v=XhC3WYBkoUw, Episode 40 0:32:25-0:34:31.
  • Titel: Druck
  • Episoden: 40 in 4 Staffeln (12-36 Minuten)
  • Idee: Julie Andem

„Druck“ steht für Diversität und Toleranz

Die Jugend-Webserie „Druck“ erzählt uns Geschichten aus dem Alltag mehrerer Abiturienten aus Berlin. Dabei werden uns viele Figuren mit diversen Herkünften, Religionszugehörigkeiten, Vorlieben, Sexualitäten, Selbstwertproblemen, etc. vorgestellt. Die Handlung wird dem Zuschauer in 4 Staffeln mit je 10 Episoden aus Sicht einer „Hauptfigur“ vermittelt. Diese weicht von Staffel zu Staffel ab. Zu Beginn geht es um Hanna, welche mit der ersten, großen Liebe und Mobbing zu kämpfen hat. Die zweite Staffel dreht sich um Mia, die, fern von ihrem Elternhaus, auf sich allein gestellt ist, und als Sinnbild einer starken Frau auftritt. Sie setzt ein Zeichen gegen die Diskriminierung und teilweise leider auch scheußliche Behandlung von Frauen in unserer Gesellschaft. Matteo, Protagonist des dritten Teils, muss sich mit ganz anderen Konflikten auseinandersetzen. Er trägt einen schweren inneren Kampf mit sich selbst und seiner Sexualität aus, und muss sich damit auseinandersetzen, wie er mit seinen Gefühlen umgeht, wobei auch die bösen Verlockungen des Rauschs eine Option für ihn darstellen. Staffel 4 befasst sich mit Amira, eine Muslimin, die ihr Leben nach den Vorstellungen ihrer Religion fest geplant hat. Doch ihre Gefühle für eine andere Person, die nicht dem Islam angehört, bringen ihren Plan durcheinander. Auch sie ist ein Vorbild für alle Menschen mit Migrationshintergrund, die mit Rassismus, Ausgrenzung, familiären Druck und den Ambitionen der eigenen Religion konfrontiert werden. Auch die Nebenfiguren ergänzen die Figurenkonstellation hervorragend und tragen dazu bei, dass realistische Situationen aus dem Alltag eines Jugendlichen auf die Bildfläche gebracht werden, was dafür sorgt, dass man sich mit jedem identifizieren könnte. Das Spektrum an Charakteren mit individuellen Eigenschaften ist so groß, dass ich auch annehme, dass viele Leute sich in irgendeiner dieser Figuren wiederfinden. Den „Bechdel-Test“ würde „Druck“ auf alle Fälle bestehen, ganz allein deshalb, weil 75% der Hauptfiguren weiblich sind und tatsächlich nicht ununterbrochen über Männer reden. Am besten gefallen mir aber die Figurenentwicklungen, die sowohl jeder Protagonist als auch viele Nebenfiguren durchleben. Die Charaktere machen Fehler, begehen sie sogar häufiger, lernen aber mit der Zeit aus diesen und reflektieren sich selbst. Dabei überwinden sie den sogenannten „Inneren Schweinehund“, werden mutig, stehen zu sich selbst und gehen als Vorbild voran. Ebenso gefällt mir die Dynamik zwischen den Jugendlichen, da nicht immer nur traurige Aspekte und Probleme Zentrum aller Folgen stehen, sondern auch positive Erlebnisse und Spaß Bestandteil der Serie sind. Genau diesen transportieren die Darsteller und somit sorgen sie dafür, dass man sich als Zuschauer als Teil ihres Freundeskreises fühlt.

Der Cast verdient größten Respekt

Was mich am meisten erstaunt, ist die Tatsache, dass die Schauspieler einen fantastischen Job machen. Beinahe jeder Dialog wirkt realitätsnah. Man hat an keiner Stelle das Gefühl, etwas sei zu überspitzt inszeniert. Die Darsteller schaffen es, ein breites Spektrum an Emotionen zu verkörpern, beginnend bei hitzigen, emotionsgeladenen Streits, über dramatische Trauersequenzen, bis hin zu alkoholischen Partyeskapaden. Dabei gefällt mir vor allem die Leichtigkeit in den Textpassagen. Wenige Zeilen wirken auswendig gelernt, kleine Versprecher werden nicht herausgeschnitten und Jugendsprache dominiert das Sprechverhalten. Dies verleiht den Dialogen eine massive Authentizität. Zudem genießen die Schauspieler meinen größten Respekt, da sie, im Gegensatz zum Großteil der deutschen Filmindustrie, wahnsinnig jung sind und solch „erwachsene“ Themen inszenieren. Leidenschaftlich werden Liebe, Freundschaft und Toleranz gespielt, sodass sich so einige bekannte Darsteller eine Scheibe von dem relativ „unerfahrenem“ Cast abschneiden können. Besonders hervorheben möchte ich folgende Schauspieler: Milena Tscharntke (Mia), Michelangelo Fortuzzi (Matteo), Tua El-Fawwal (Amira), Anselm Bresgott (Jonas). Bei ihnen hatte ich kaum das Gefühl, dass sie einen auswendig gelernten Text nacherzählen. Jede Szene wirkte auf mich lebendig und realistisch.

Vielschichtige Handlung mit einigen Leerläufen

„Druck“ gelingt es, allerlei Konflikte zu erzählen, wodurch die Handlung beinahe ununterbrochen etwas Interessantes bzw. Spannungserzeugendes kreiert. Dabei werden Konfliktfelder wie Gendergerechtigkeit, Gleichberechtigung, Homosexualität, Essstörungen, Schwangerschaft, Selbstfindung, Drogenmissbrauch, sexuelle Belästigung, schwierige Familienverhältnisse, etc. angesprochen und ich finde, dass die einzelnen Themen eine würdige Beleuchtung mit einer toll transportierten Message erhalten haben. Einzelne Folgen wirken nie zu lang oder zu kurz, sondern sind angemessen in der Art und Weise, wie sie erschienen sind. Dennoch verlor ich ab Staffel 4 so langsam den Reiz an der Serie. Nicht, weil die Geschichte von Amira langweilig geschrieben ist oder die Figur mich nicht interessiert. Es liegt daran, dass die Erzählstruktur dieselbe wie in den Staffeln zuvor ist, wodurch die Handlung sehr vorhersehbar wird, zumal sich manche Probleme mit denen der ersten drei Protagonisten gleichen. Dies ist zwar realistisch, aber für eine Serie ab einem gewissen Zeitpunkt zu uninteressant. Die Aussage wurde bereits vermittelt, sie muss nicht andauernd wiederholt werden, denn dadurch verliert sie nur an Kraft: ein Grund, weshalb ich ab Staffel 5 aufgehört habe die Serie zu schauen. Des Weiteren stören mich die Leerstellen, welche die Serie ab und zu durch Partysequenzen und zu langen Szenen, in denen nichts passiert (z.B. das Aufwachen einer Person) aufweist. Ich finde es gut, dass auch schöne Momente der Charaktere gezeigt werden, aber in jeder Folge eine Party wird mir irgendwann zu abwechslungslos. Diese Leerstellen müssen nicht unbedingt durch extraordinäre Settings gefüllt werden, wobei sicherlich auch das Budget eine Grenze setzt. Es reichen Gespräche, vielleicht sogar Rückblicke, die dafür sorgen, dass man die Personen noch besser kennenlernt. Welche Hintergründe haben die Figuren? Wieso sind sie so, wie sie sind? Auch die Nebencharaktere hätten weiter ausgebaut werden können. Besonders jene in Staffel 4 erhalten insgesamt zu wenig Screentime. Dennoch ist die Handlung alles in allem, trotz einer schwächeren vierten Staffel, gelungen. Zudem schenkt die erste Generation den Zuschauern einen wundervollen Abschluss, welcher mich total berührt und die Botschaft der Serie auf den Punkt gebracht hat.

Entfremdung von „Tabu-Themen“

Die Serie ist vor allem deswegen grandios, weil sie sich von sogenannten „Tabu-Themen“ entfernt. Im Grunde genommen gibt es sie nicht bzw. es sollte sie nicht geben. Dass man Freunde hat, die einer anderen Religion angehören und deshalb auf Partys keinen Alkohol trinken und ab und zu beten gehen, ist normal. Dass ein Junge einen Jungen liebt, ist natürlich. Dass man Leute aufgrund ihres Geschlechts oder Aussehens diskriminiert, ist abscheulich. Dankeschön an das Team von „Druck“, dass ihr den Leuten zeigen wollt, wie unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht werden kann, fernab von Hass und Intoleranz. Wir leben in einer kaputten Welt, aber wir haben die Chance, sie zu einem besseren Ort zu machen.

8/10 Punkte (Staffel 1-4)

Ein wenig down, deshalb „The Big Bang Theory“

Nach dem Ende von „Stranger Things“ und der bald erscheinenden letzten Folge von „The Boys“ breitet sich in mir ein Gefühl der Ernüchterung aus, wenn ich darüber nachdenke, was ich mir demnächst anschauen werde. Es existiert keine Vorfreude auf Abende für mich, an denen ich mir tolle Episoden von großartigen Serien ansehe. Ich denke, dieses Gefühl kennt irgendwie jeder. Deshalb begnüge ich mich aktuell mit „The Big Bang Theory“ und habe auch ziemlich schnell die erste Staffel durchgeschaut. Zugegebenermaßen habe ich noch nie so wirklich in diese Sitcom hineingefunden und auch bislang nur wenige Folgen gesehen, weshalb ich das nachholen möchte. „The Big Bang Theory“ eignet sich auch dafür sehr gut, nebenbei andere Dinge zu erledigen, wie beispielsweise Uni-Kram, Blog schreiben oder essen. Ich finde die Serie auch tatsächlich sehr amüsant. Eine coole Idee und noch bessere Figuren. Ich denke, dass es auf der Hand liegt, dass Sheldon Cooper wohl die brillanteste ist, wahrscheinlich sogar eine der witzigsten Figuren der ganzen Sitcom-Welt.

Tatsächlich existieren aber auch weitere Serienprojekte, die ich aber mit verschiedenen Freundeskreisen angefangen habe, weshalb das Schauen davon abhängt, wann alle jeweiligen Personen Zeit finden. Beispielsweise zeige ich einem guten Freund „Game of Thrones“. Es muss so unfassbar eindrucksvoll sein, alle Folgen zum ersten Mal zu sehen. Aktuell befinden wir uns in der vierten Staffel, meines Erachtens nach die beste. Mit einer Freundin sehe ich mir auch „New Girl“ an, da tummeln wir uns gerade irgendwo am Ende der zweiten Staffel herum. Vor langem habe ich allein „Attack on Titan“ angefangen, mir fehlen aber noch insgesamt die letzten drei Folgen der finalen Staffel. Eine große Empfehlung meinerseits an diejenigen, die vielleicht noch nie mit dem Anime-Genre etwas anfangen konnten. Die Handlung ist wirklich komplex und erzählt eine spannende, einzigartige Geschichte. „The last Kingdom“ habe ich auch begonnen, bin am Anfang von Staffel 2 aber ein wenig abgedriftet. Fazit: Es ist immer schade, tolle Filmprojekte zu beenden, aber immer dann, wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo wenigstens ein Fenster.

Spoilertalk #5: „Stranger Things“ Staffel 4, Folge 9

Es ist das bedrückende Gefühl, die letzte Folge einer Serie bzw. Staffel gesehen zu haben, weil man nun mit dem Gedanken leben muss, dass man heute Abend vor dem Einschlafen nicht weiterschauen kann. Über den Juni hinweg schaute ich mir alle bisherigen Staffeln von „Stranger Things“ noch einmal an und heute beendete ich auch die aktuelle vierte Season der Mysteryserie, die mit der letzten Episode ein bombastisches 2,5-Stunden-Finale lieferte. Und über genau dieses möchte ich hier meine Gedanken äußern. Man sollte diesen Beitrag am besten erst dann lesen, wenn man das Finale bereits gesehen hat.

Diese Serie hat es einfach drauf!

Vorweg: Ich möchte am Anfang etwas meckern, bevor ich auf die fantastischen Elemente des neunten Kapitels „Huckepack“ eingehe. Ich finde, man hätte Eddie weniger überspitzt darstellen und ihm mehr Raum lassen sollen, um ihn als Figur besser kennenzulernen. Ich persönlich habe nicht wirklich eine Bindung zu ihm aufbauen können, sodass sein Serientod mich tatsächlich etwas kalt ließ. Die Idee, ihm den Heldentod zu geben, indem er sich einem Problem stellt und nicht davonläuft, ist an und für sich eine gute. Allerdings schätze ich es nicht realistisch ein, sein Leben waghalsig wegwerfen zu wollen und sich überstürzt allein in Gefahr zu begeben. An manchen Stellen ist es gut, an sich zu arbeiten, aber nicht in den Momenten, wenn der sichere Tod auf einen wartet. Seine Motivation besteht darin, mehr Zeit für die anderen zu gewinnen, was sicherlich auch anders funktioniert hätte, vor allem im Wohnwagen, wo man den Biestern auf engerem Raum hätte begegnen können, was vorteilhafter bezüglich der Angriffsrichtung und Zahl der Gegner gewesen wäre. Auch die Figur des Jason Carver finde ich unnötig und übertrieben, zumal man sie am Ende auch einfach abgefrühstückt hat. Er ist sehr eindimensional, psychopathisch inszeniert worden und im Finale fungiert er lediglich als ein Typ, der Lucas verprügelt. „Stranger Things“ versucht mit ihm ein wenig die tatsächlich vorhanden gewesene Angst in den USA der 80er Jahre vor Okkultem zu verfilmen, so richtig bekommt man von dieser Bewegung aber nichts mit.

Dennoch ist das Staffelfinale grandios. Die Spannung erreicht ein neues Level. Dies gelingt zum einen dadurch, dass sich die Hauptfiguren in lebensbedrohlichen Settings befinden, in der an allen Ecken und Enden Gefahr vorherrscht. Zum anderen sind es die vielen Handlungsstränge, die alle Charaktere, die wir über die Zeit lieben gelernt haben, integrieren. Jeder unserer Helden kämpft in irgendeiner Form gegen das Böse. Am besten gefällt mir hierbei die Szene, in der Elfie Vecna das erste Mal im Saal des Abschlussballs konfrontiert und zunächst Max rettet. Ich hatte pure Gänsehaut, als ich die Erleichterung in den Augen des Mädchens sehen konnte ebenso wie ihre Freude, Elfie zu sehen. Außerdem konnte man das erste Mal sehen, dass 001 auch in seiner neuen Gestalt nicht unbesiegbar ist. Genial ist auch die Szene, in der Max erneut dem Tod entkommen ist. Wieder ist es eine hervorragende Parallelmontage, die maximale Spannung erzeugt: Vecna presst seine Finger auf Max‘ Gesicht, sie erhebt sich in der realen Welt, ihre Knochen brechen langsam, aus ihren Augen läuft Blut. Man denkt, es ist alles verloren, doch im letzten Moment kommt Elf zur Hilfe, die durch eine tolle, emotionale Rede von Mike zu neuen Kräften kommt. Lucas versucht verzweifelt Max zu helfen, doch ihr Herz kommt zum Stehen, nachdem sie angsterfüllt äußert, sie fürchte sich vor dem Tod und wolle nicht sterben. Als Zuschauer weiß man zu keinem Zeitpunkt, ob sie es schaffen würde oder nicht, bis ein harter Schnitt in die Zukunft der Handlung die Antwort enthüllt. Sie lebt, dank Elfie, liegt aber im Koma. Was für eine Szene. Allgemein sei auch die musikalische Untermalung aller Sequenzen hervorzuheben. Besonders die immer dramatischer werdende Musik der letzten Minuten ist mir in Erinnerung geblieben, in der unsere Protagonisten bemerken, dass die Dunkelheit die reale Welt ergriffen hat, wodurch uns bereits ein Ausblick auf die Handlung von Staffel 5 gegeben wird.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich jedem ans Herz lege, sich einmal diese Serie anzuschauen, sie hat es sich wirklich verdient. Sie ist unglaublich aufwendig produziert, sieht sehr wertig aus, lässt sich viel Zeit, erzählt spannende Geschichten, lässt den Zuschauer zu jeder Sekunde mitfiebern und kreiert einen einzigartigen 80er-Jahre-Look.

„Der Name der Rose“ (1986)

Der erste Film, der auf dieser Website besprochen wird, der für mich richtiges Kultpotential innehat. Wir schreiben das Jahr 1327. Der Franziskaner-Mönch William von Baskerville, gespielt von Sean Connery, und sein Gehilfe bzw. Schüler Adson besuchen ein Benediktiner-Kloster, um an einem theologischen Disput teilzunehmen. Doch rätselhafte Morde erschüttern das geistliche Leben und der äußerst gebildete William wird darum gebeten, für Aufklärung zu sorgen. „Der Name der Rose“ ist ein düsterer Historienfilm, welcher sich des Kriminalgenres bedient, und erzählt eine spannende Geschichte auf einem interessanten Schauplatz innerhalb der Welt des Mittelalters.

„The devil is roaming this Abbey.“

The Name of the Rose (DEU, FRA, ITA 1986, R.: Jean-Jacques Annaud). Online unter: https://www.youtube.com/watch?v=-0KuCn8Vl-s, 0:49-0:52.
  • Titel: The Name of the Rose
  • Lauflänge: 126 Minuten
  • Regie: Jean-Jacques Annaud
  • Drehbuch: Andrew Birkin, Gérard Brach, Howard Franklin, Alain Godard
  • Musik: James Horner
  • Kamera: Tonino Delli Colli

Spannende Story, tolles Setting, harmonierendes Protagonisten-Duo

Der auf dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco basierende Film ist wirklich großartig. Er nimmt sich viel Zeit, um allerlei Aspekte des klösterlichen Lebens, was besonders durch musikalische Sequenzen gelingt, sowie der allgemeinen Lebensumstände im Mittelalter zu zeigen, und integriert eine Kriminalhandlung in ein düsteres, geheimnisvolles Setting. Eine Reihe von Morden erzeugt ein Mysterium darum, ob tatsächlich die Apokalypse eingetreten ist oder sich ein Massenmörder in der Abtei herumtreibt, was für eine spannende Grundsituation sorgt. Der Film schafft es, eine abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen, die den Zuschauer in Räumlichkeiten innerhalb des Klosters und auch in Gebiete der Abtei führt. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Sehr überzeugend finde ich ebenso das Schauspieler-Paar Sean Connery und Christian Slater, die eine tolle Chemie vor der Kamera haben und auch individuell grandios performen. „Der Name der Rose“ schafft es aber auch, Witz und Schwung in Dialoge zu bringen, indem über kirchliche, heute belanglos wirkende Themen diskutiert wird oder stereotypische Aspekte des Lebens als Mönch humorvoll aufgegriffen werden. Der Film ist also ein Mix aus Spannung und Spaß, vereint in einer eindrucksvollen Kulisse. Auch die Kameraarbeit ist sehr wertig: Es werden viele Totalaufnahmen des Klosters gezeigt ebenso wie die Apenninische Landschaft in einem Establishing Shot. Viele Aufnahmen aus der Vogelperspektive oder der Weite verdeutlichen sowohl die hohe Lage des Klosters, als auch die Höhe des Gebäudes an sich. Einzig kritisch finde ich, dass gerade in den Momenten, in denen „Der Name der Rose“ handlungstechnisch mehr zum Historienfilm wird, seine Längen hat, da der spannende Kriminalplot gefühlt unterbrochen wird und dadurch an Tempo verliert. Die Verknüpfung der beiden Genre ist sehr aufregend, aber auch gewagt. Dennoch ist diese Produktion meines Erachtens nach ein Muss für jeden Filmliebhaber.

9/10 Punkte

„Armageddon“ (1998)

Am gestrigen Sonntagabend schaute ich mir mit einem Freund zum ersten Mal den Film „Armageddon“ (auf Deutsch: „Armageddon – Das jüngste Gericht“) an. Katastrophenfilme finde ich immer interessant und spannend, da sie Apokalypse-Szenarien visuell umsetzen und häufig die Fragen aufwerfen, wie ich selbst mit solchen Situationen umgehen würde, ob ich mich in Zukunft auf solche Szenarien einstellen müsste und an wen ich mich wenden würde, wenn alles vorbei zu sein scheint. Doch dabei kommt es immer darauf an, wie spannend und realistisch mir das Apokalypse-Szenario erzählt wird, welche Figuren die Alpträume durchleben und ob ich mich auch mit diesen identifizieren kann. Verfügt „Armageddon“ über diese Merkmale? Das erfährst du in folgender Kurzkritik.

„It happened before. It will happen again.“

Armageddon (USA 1998, R.: Michael Bay). Online unter: https://www.disneyplus.com/de-de/video/2a8438c5-d3ed-4c5b-954f-ab8cc4a24399, 0:01:47-0:01:52.

Ein Asteroid mit einer ungefähren Größe von Texas rast auf die Erde zu und droht alles Leben auf dieser zu vernichten. Das Schicksal des Planeten liegt in den Händen des Bohrteams rund um Harry Stamper, verkörpert von Bruce Willis.

  • Titel: Armageddon
  • Lauflänge: 151 Minuten
  • Regie: Michael Bay
  • Drehbuch: Jonathan Hensleigh, J. J. Abrams
  • Musik: Trevor Rabin, Harry Gregson-Williams
  • Kamera: John Schwartzman

Simple Handlung, wenig Physik, aber äußerst unterhaltend

Das allererste, was mir beim Sehen dieses Films auffiel, ist der sehr namenhafte Cast. Um nur einige Namen zu nennen: Bruce Willis, Ben Affleck, Steve Buscemi, Liv Tyler, Owen Wilson, Michael Clarke Duncan. Konnte dieser überzeugen? Im Großen und Ganzen – Nein. Das Talent der Schauspieler wurde nur in wenigen Szenen ausgeschöpft. Viele Rollen sind zu wenig ausgeschmückt und kommen wahnsinnig eindimensional daher. Die traurige Tochter mit Vaterkomplex, der Verrückte, der nur Unsinn fabriziert, der heldenhafte, sich für alles und jeden aufopfernde Protagonist, der durchgeknallte Russe, der Grünschnabel, der fast immer zu weit geht. Das große Figurenarsenal verfügt leider über kaum Tiefe, was das tatsächliche Mitfiebern mit ihnen erschwert. Auch das Nichtbeachten von physikalischen Gesetzen tut an vielen Stellen weh, vor allem dann, wenn etwas im Weltall zu brennen beginnt, oder ein Asteroid erdähnliche Gravitationskräfte aufweist. Ein weiterer, mich störender Fakt ist der überdimensionale US-Patriotismus, der die USA gegenüber dem Rest der Welt erhaben darstellt und diese als Retter des Planeten in Szene setzt. Doch es soll nicht nur Schlechtes erwähnt werden. Michael Bay inszeniert einen Film, der trotz aller negativen Aspekte unterhält. Er schafft für die Verhältnisse der 90er Jahre bildgewaltige Szenen und sorgt für viel Komik, die zu der Figurenkonstellation hervorragend passt und etwas Einzigartiges darstellt, da die Verknüpfung von Katastrophe und Spaß eine sehr widersprüchliche ist. Klischeebesetzte Dialoge, in denen davon die Rede ist, dass es nur einen Ausweg gebe und die Rettung der Menschheit nur von einer Hand voll Menschen abhängig sei, sind humorvoll integriert. Fazit: Dieser Film soll unterhalten und will nicht auf jedem Gebiet wissenschaftlich sein. Dennoch ist er kein grandioser Genrevertreter, da die Handlung sehr simple, die Charaktere zu einseitig und die US-Erhabenheit zu aufdringlich sind.

6/10 Punkte

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„Ralph reichts“ (2012)

Gestern schaute ich mir mit ein paar Freunden bei einem entspannten Filmabend den 52. Spielfilm aus dem Hause Disney an. „Ralph reichts“ wurde sogar für den Oscar und den Golden Globe Award für die Kategorie „bester Animationsfilm“ nominiert und ich muss sagen: zurecht. Der Film beleuchtet das Leben von Figuren aus Computerspielen, die alle in ihrem Universum eine feste Rolle einnehmen. Doch das Leben als Bösewicht ist nicht einfach; man gehört irgendwie nicht dazu. Ralph hat dieses Dasein satt und möchte deshalb allen beweisen, dass auch er dazu imstande ist, Gutes zu tun und Erfolge zu erlangen. Doch dies gestaltet sich nicht so einfach, wie er es zuerst angenommen hat. So begibt er sich auf eine große Reise voller Abenteuer, durchstreift kunterbunte Welten und begegnet diversen Spielfiguren. Eine klare Empfehlung an alle Freunde des Familienfilms. Weshalb dieser mich überzeugen konnte, erfährst du in dieser Kurzkritik.

„Turns out I don’t need a medal to tell me I’m a good guy. ‚Cause if that little kid likes me… How bad can I be?“

Wreck-It Ralph (USA 2012, R.: Rich Moore). Online unter: https://www.disneyplus.com/de-de/video/28e2f5ba-def1-40fb-adf2-7bb95ad9e361, 01:32:49-01:33:00.
  • Titel: Wreck-It Ralph
  • Lauflänge: 101 Minuten
  • Regie: Rich Moore
  • Drehbuch: Jennifer Lee, Phil Johnston
  • Musik: Henry Jackman

Ein kreativer Film mit dem Herz am richtigen Fleck

„Wreck-It Ralph“ zeigt uns eine tolle Welt, die kreativer, bunter und abwechslungsreicher nicht sein könnte. Der Zuschauer taucht in verschiedene Spielwelten ein, in denen unterschiedlich funktionierende, aber auch animierte Figuren wirken. Dabei kommen einem viele Spielmodi bekannt vor, wie beispielsweise der Ego-Shooter oder der Fun-Racer. An allen Ecken und Enden gibt es viel zu sehen: Es sind sogar mehrere Easter-Eggs versteckt, sodass es sich auch lohnt, immer wieder auf den Hintergrund zu achten. Alle Leute, die in irgendeiner Form mit Videospielen in ihrem Leben konfrontiert wurden, können auch etwas Vertrautes in diesem Film entdecken, da bin ich mir ziemlich sicher. Allgemein finde ich auch die Idee, einen Film zu drehen, der das „Alltagsleben“ von Computerspielfiguren beleuchtet, echt klasse. Das Drehbuch gibt auch eine schöne Haupthandlung mit mehreren Strängen vor, die dafür sorgt, dass der Zuschauer nicht nur viele Settings sehen kann, sondern auch aus dem Film gewisse Werte mitnimmt. Der klassische Anspruch eines Disney-Familienspielfilms. Rich Moore, der auch später mit „Zoomania“ ein Meisterwerk schaffen konnte, kreiert mit „Ralph reichts“ einen Film, der die Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner Aufgabe innerhalb einer Gemeinschaft thematisiert sowie die Frage, ob man nicht genauso gut ist, wie man ist. Der Film kann berühren und unterhalten, weshalb sowohl Junge als auch Erwachsene ihre Freude an dieser Produktion finden werden.

Kritisch anzumerken sei: An einigen Stellen fehlt mir etwas Tiefe im Characterbuilding eines Antagonisten und auch die Verherrlichung von Gewalt, indem man sie als Instrument benutzt, Humor zu erzeugen, missfällt mir. Zudem wird es auch relativ schnell klar, in welche Richtung sich der Film bewegen möchte, worunter die Spannung ein wenig leidet. Alles in allem ist „Wreck-It Ralph“ aber sehenswert und deshalb auch eine Empfehlung von mir an alle Disney-Liebhaber und Familien, die auf der Suche nach einem schönen Film für einen entspannten Abend mit ihren Liebsten sind.

7,5/10 Punkte

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